Lions Monschau on Tour 2023 nach Köln

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Bericht von Ulrich Albert

Ein solches Unterfangen steht und fällt natürlich mit dem Wetter. Köln war laut Sebald an jenem Wochenende die „heißeste Stadt“ in Mitteleuropa. Wir haben ganz schön geschwitzt und einige auch ein wenig gelitten, aber dank des kölschen Grundnahrungsmittels haben wir durchgehalten.

Benno hatte ein Programm erarbeitet, das eine zügige Durchführung nötig machte. So begannen wir mit einer Führung durch das Farina- Haus. In einer interessanten Führung, umgeben von frühlingshaft zarten Düften, wurde zunächst ein großer Irrtum aufgeklärt. Das Haus „4711“ stellt nicht das wahre Eau de Cologne her, wie häufig angenommen wird, sondern das wurde von Johann Maria Farina, aus Italien stammend, 1708 kreiert und 1709 erfolgte die Gründung der ältesten Parfüm-Fabrik der Welt. Als höflicher Zuwanderer benannte er das „Wässerchen“ nach seiner neuen Heimatstadt „Eau de Cologne“. Weil man es schöner nicht beschreiben kann, hier das Originalzitat von Johann Maria Farina zu seiner Duftkreation: „Mein Duft ist wie ein italienischer Frühlingsmorgen nach dem Regen, Orangen, Pampelmusen, Citronen,
Bergamotte, Cedrat, Limette und die Blüten und Kräuter meiner Heimat“. Es traf offensichtlich den Zeitgeist, denn das Parfüm trat einen ungeahnten Siegeszug durch die großen Fürstenhäuser Europas an. Es überrascht nicht, dass das Recept strengstens gehütet und nun schon in der 8. Familiengeneration hergestellt wird.

Nach diesem ersten kulturellen Highlight zog es uns zur Stärkung in eines der bekanntesten Kölner Brauhäuser, das „Gilden im Zims“ am Heumarkt. Für Nicht-Kölner interessant, dass man sein Bier nicht bestellen muss, sondern die Lieferung des nächsten Glases erfolgt automatisch, auch wenn das alte noch nicht ausgetrunken ist.

Frisch gestärkt endete der erste Abend mit dem Besuch des „Hänneschen Theater“, einem Stockpuppentheater mit 14 fest- angestellten Puppenspielern.

Die Hauptfiguren sind Tünnes und Schäl, Hänneschen und Bärbelchen. Es war ein vergnüglicher Abend, und trotz der kölschen Mundart war der Text auch für uns Eifeler gut zu verstehen.

Der nächste Tag begann wieder mit einem Highlight, für die eine Gruppe mit einer Führung durch das Dom Dach, die andere Gruppe wurde über die Ausgrabungen am Dom informiert. Die Führung durch das Dom Dach mit Blicken in die große Chorhalle, in die Dachkonstruktionen mit den großen Glocken und abschließend der Blick über Köln war grandios. Unser Führer, Herr Wolff, -nur zu empfehlen – hat uns dieses Wunderwerk der Baukunst mit seiner wechselvollen und langen Geschichte in besonders einfühlsamer Weise nahegebracht und uns das Staunen gelehrt. Auch die Ausführungen über die Grabungsarbeiten seien sehr informativ gewesen, wie die Teilnehmenden berichteten.

Am Nachmittag stand dann TimeRide Go auf dem Programm. Mit einer Virtual-Reality-Brille erlebten wir bei einem Spaziergang bei wieder hochsommerlichen Temperaturen an 6 Orten wichtige Stationen der 2000-jährigen Geschichte der Stadt. Doch ein wenig erschöpft bestand schon der stille Wunsch, den letzten Programmpunkt – eine Führung im Kunstmuseum MAKK – Museum für angewandte Kunst Köln – zu streichen. Auf Grund der angenehmen Temperaturen im Museum und Bennos Beharrlichkeit haben wir uns dann doch aufgerafft und es nicht bereut. Herr Dumont präsentierte Design-Objekte – Sitzmöbel, Lampen, Gegenstände des alltäglichen Lebens – überwiegend des vergangenen Jahrhunderts, die auf Grund ihrer genialen Form, ihrer Materialverarbeitung und Funktionalität Einzigartigkeit und später oft auch Alltagstauglichkeit bewiesen.

Voller Eindrücke ob des Erlebten landeten wir dann am Abend in der „Schreckenskammer“ einem bekannten Kölner Brauhaus.

Auch am Abreisetag hatte Benno noch einen Programmpunkt vorgesehen, eine kurze Schifffahrt auf dem Rhein, vorbei am Kölner Stadt-Panorama, ein Programmpunkt nur zum Genießen.

Alle Teilnehmer sind nach Hause gefahren mit dem Gefühl, einen besonders gelungenen, interessanten und bestens organisierten Lions-Ausflug erlebt zu haben.

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