Beim Clubabend am 22. Januar 2026 berichteten Katja Runge und Wolfgang Plum von ihrer beeindruckenden Motorradtour durch den indischen Himalaya im Sommer 2024. Sehr anschaulich brachten sie uns ihre Ziele, ihre Motivation und die besonderen Herausforderungen dieser Reise näher.
Ziel der Tour war Ladakh, eine extrem dünn besiedelte Provinz im Norden Indiens an der Grenze zu Pakistan und China. In der Region leben rund 240.000 Einwohner, zusätzlich sind dort im Grenzgebiet zu Pakistan und China etwa 200.000 Soldaten stationiert. Diese starke militärische Präsenz hat den Ausbau des Straßennetzes erheblich vorangetrieben. Die Hauptstadt Leh liegt auf etwa 3.500 Metern Höhe.
Die Reise wurde über eine Agentur gebucht, deren Mitarbeiter die insgesamt zehn Teilnehmer während der gesamten Tour begleiteten. In zehn Tagen legte die Gruppe rund 1.900 Kilometer auf Royal Enfield Himalayan-Motorrädern zurück. Die Strecke führte über mehrere Hochgebirgspässe, teils über 5.000 Meter hoch, darunter auch der Khardung La mit 5.390 Metern, einer der höchsten befahrbaren Pässe der Welt.
Ein weiteres Highlight war der Besuch des Pangong-Sees auf 4.225 Metern Höhe. Der rund 700 Quadratkilometer große Salzsee liegt zu etwa zwei Dritteln auf chinesischem Staatsgebiet. Da die Grenze zwischen Indien und China dort nicht eindeutig festgelegt ist, existiert sogar eine kleine indische Gebirgsmarine mit zwei Booten. Ebenfalls auf dem Programm stand der Tso-Moriri-See auf 4.522 Metern Höhe.
Laut Reisebeschreibung sollten etwa 80 % der Strecke asphaltiert sein und nur 20 % über Schotter oder andere Untergründe führen. Die Realität sah jedoch deutlich anders aus. Staubige Pisten, Baustellen und überflutete Straßen bestimmten den Alltag. Hinzu kam teils chaotischer Verkehr, der durch mangelnde Verkehrsdisziplin von PKWs und LKWs immer wieder zu langen Staus führte.
Mit eindrucksvollen Bildern schilderten Katja und Wolfgang ihre Erlebnisse. Besonders beeindruckt waren sie von der außerordentlichen Freundlichkeit der Menschen, die teilweise unter sehr einfachen und entbehrungsreichen Bedingungen leben. Sie berichteten von hohen Temperaturen, den körperlichen Herausforderungen der großen Höhen, aber auch von der atemberaubenden Natur, großartigen Ausblicken, gutem und schmackhaftem Essen in überraschend sauberen Unterkünften sowie von Übernachtungen in Zeltcamps.
Es war ein ebenso ehrlicher wie faszinierender Vortrag.
Vielen Dank an Katja und Wolfgang für diesen eindrucksvollen Reisebericht.





