LIONS HILFE POSTKASTEN Im
Monschauer Stadtgarten – ganz in der Nähe der Antoniuskapelle – hängt
seit März 2004 der LIONS HILFE POSTKASTEN mit einer Informationstafel.
Einen weiteren Postkasten gibt es an der Ausgabestelle der MONSCHAUER
TAFEL in Imgenbroich.Mit diesem Postkästen will der LC Monschau bedürftigen Mitbürgern die Möglichkeit eröffnen, sich unbürokratisch um Unterstützung bittend, an den Club zu wenden. In unserer Gesellschaft gibt es ohne Zweifel Not, die sich den Blicken der Öffentlichkeit entzieht. Häufig sind es gerade die „Stillen“ die unserer Hilfe bedürfen. Genau diese Personengruppe wird aber nicht erkannt, will auch aus unterschiedlichen Gründen häufig nicht erkannt werden. Diese selbst gewählte Anonymität verhindert notwendige Hilfe. Mit diesem Briefkästen - an diesen Orten - wollen wir die Möglichkeit schaffen, den LIONS CLUB Monschau anonym ansprechen zu können. Dies kann durch den Betroffenen selbst; oder durch einen Dritten, dem die Notlage eines Mitbürgers bekannt geworden ist geschehen. Viele Menschen gestehen ihre Not und Verzweifelung nicht offen ein, andere möchten als Informant nicht offen in Erscheinung treten. Mit unseren bisherigen umfangreichen Hilfsmaßnahmen haben wir in der Vergangenheit Einrichtungen und Organisationen erreicht, aber selten die Einzelperson. Die ersten Erfahrungen zeigen, das Konzept ist richtig. In der Zwischenzeit haben sich mehr als 50 Personen an den Club gewandt und ihre besonderen Anliegen deutlich gemacht. Nicht in jedem Falle konnte geholfen werden. Nicht immer ging es um finanzielle Hilfe. Bisweilen war einfach ein guter Rat und das Aufzeigen von bisher nicht bedachten Möglichkeiten bereits ein Teil der Problemlösung. In den Fällen, wo finanzielle Hilfe notwendig und verantwortbar war, haben die Monschauer Lions bisher 14 000,00 € für dieses Projekt aufgebracht. Die hier verausgabten Gelder stammen überwiegend aus der Sammlung von Zahngold, dem Losverkauf für den Weihnachtsmarkt und dem Verkauf des Adventkalenders. Die Unterstützung dieser Aktivitäten durch die Bevölkerung sichert auch in Zukunft unsere Hilfe. Im LIONS CLUB Monschau gibt es eine kleine – fünf Personen umfassende – Gruppe, die sich mit dem Anliegen auseinandersetzt und entscheidet. Nur diese fünf Lionsmitglieder kennen den Sachverhalt, weitere Öffentlichkeit wird nicht hergestellt. Natürlich ist es notwendig im Einzelfall den Hintergrund auszuleuchten. Dies geschieht jedoch stets mit Wissen und Einverständnis des Betroffenen. In der bisherigen Arbeit haben sich bis jetzt haben sich zwei ganz wichtige Prinzipien herausgebildet Keine Unterstützung wenn die staatlichen Leistungen nicht ausgeschöpft sind. Keine Auszahlung von Bargeld an die Betroffenen; stattdessen Zahlungen an Dritte, um berechtigte Ansprüche abzudecken. Wir hoffen auf diesem Weg den tatsächlich Not leidenden Bürger zu erreichen. Zur Infotafel Monschauer LIONS helfen in Rumänien Aktueller Sachstand Der Lions Club Monschau unterstützt seit 1998 das Kinderheim „PRICHINDELUL“ in SIBIU (Hermannstadt). Sibiu, der am Nordrand des Karpatenbogens liegende Hauptort des ehemaligen Siebenbürgens, wurde bereits im 12. Jahrhundert von den Siebenbürger Sachsen gegründet. Die von der aufstrebenden Stadt ausgehende Wirtschaftskraft machte den Ort zum kulturellen und wirtschaftlichen Mittelpunkt der Region. Der Titel „Kulturhauptstadt Europas 2007“ hat weiteren Auftrieb gegeben. Nach
wechselvoller Geschichte hat die Stadt heute ca. 170 000 Einwohner,
davon noch etwa 2000 deutschstämmige Mitbürger. Diese Minderheit stellt
– nunmehr in zweiter Amtsperiode - den Bürgermeister.Die Monschauer Lions stellen dem Kinderheim monatlich einen festgelegten Geldbetrag zur Verfügung. Mit diesem Geld werden vor Ort Lebensmitten für die Kinder gekauft. Damit kann sichergestellt werden, dass die Kinder – auch nach unseren Maßstäben – gesund und kindgerecht ernährt werden. Durch Sonderaktionen konnten daneben die komplette Küche baulich saniert, verrottete Holzfenster ersetzt, ein Auto – DACIA aus rumänischer Produktion – gekauft werden. Im September 2004 ist ein Spielplatz im Außenbereich des Heimes fertig geworden. Nach zahlreichen Umstrukturierungen in den letzten Jahren hat die Einrichtung immer mehr administrative und beratende Aufgaben übernommen. Neben der Betreuung von Kleinstkindern mit und ohne Behinderung, einem Projekt für Straßenkinder bilden ein Projekt für Mutter und Kind, heute die Hauptaufgaben. Die Zahl der betreuten Kinder hat sich deutlich reduziert. Der Lions Club Monschau konzentriert sich nunmehr auf eine Einrichtung in MEDIAS (ca. 50km nördlich von SIBIU) Reisebericht 2. Juli 2008 Reisebericht 2. Juli 2008 Reisebericht 16. Juli 2008 Reisebericht 16. Juli 2008 Rückblick Nach
Öffnung der Grenzen und dem Ende des durch den Westen wegen seiner
zeitweise antisowjetischen Politik hofierten schrecklichen Diktators
Ceausescu, haben wir in den Medien Bilder von ungeheuerem Elend aus
rumänischen Kinderheimen gesehen. Eine Welle der Hilfsbereitschaft
erreichte danach viele Einrichtungen für Kinder in diesem geschundenen
Land. Gutes und Gutgemeintes hat in dieser Zeit die Heime des Landes
erreicht. Die große Welle der Anteilnahme ist abgeebbt, viele
unspektakuläre Maßnahmen, viele stille Helfer kümmern sich heute um
rumänische Heimkinder. Ohne diese Nabelschnur nach Westen hätten wir
allzu bald wieder Zustände wie in nicht weit zurückliegender Zeit zu
beklagen.Im nachkommunistischen Staat, mit seiner chronischen Finanznot, rangiert das Sozialwesen nach wie vor auf einem hinteren Platz in der Prioritätenliste des Landes. Daran hat auch der zwischenzeitliche EU Beitritt des Landes nichts Durchgreifendes geändert. In einer solchen Gesellschaft haben Kinder kaum Chancen auf eine halbwegs unbeschwerte Kindheit, auf behütetes Heranwachsen und auf erträgliche Startchancen in das Erwachsenendasein. Durch
eine solche Nabelschnur sind die Monschauer Lions mit dem Kinderheim
„PRICHINDELUL „ in Hermannstadt und nunmehr mit „CENTRUL DE PLASAMENT MEDIAS“
verbunden.In den ersten Jahren sind ständig Hilfstransporte – zunächst durch die ALT AACHENER BÜHNE - per LkW, zwei und wenn nötig auch drei in manchen Jahren, nach Hermannstadt gefahren. Während die ersten Transporte sich einer sehr großzügigen Regelung bei den Grenzübertritten erfreuten, wurden die bürokratischen Hemmnisse - insbesondere beim Grenzübergang nach Rumänien - Mitte der 90er Jahre immer gravierender. Wartezeiten an den Grenzen, ein veränderter Personaleinsatz der international tätigen Speditionen auf den Strecken nach Osteuropa und die strikte Weigerung der Autoverleiher Fahrzeuge für den Grenzübertritt nach Rumänien zur Verfügung zu stellen, machten die Transporte zu einem unkalkulierbaren Risiko bzw. undurchführbar. In dieser schwierigen Situation gelang es den Monschauer LIONS eine Verbindung zum Lions Club in Hermannstadt herzustellen. Über diese Verbindung konnte die Hilfe auf eine neue Basis gestellt und erheblich ausgeweitet werden. Während bisher im Wesentlichen Lebensmittel und Bekleidung nach Rumänien gebracht wurden, gelang es in der Folge sich auch um die Infrastruktur des Heimes zu kümmern. Die große Veränderung ist jedoch dadurch eingetreten, dass nunmehr statt der punktuellen Hilfe durch einen Hilfstransport, eine kontinuierliche Unterstützung eingerichtet werden konnte. Wie gestaltet sich die Unterstützung heute? Kontinuierliche Hilfe Der Lions Club Monschau unterhält bei einer Rumänischen Bank ein Devisenkonto. Von diesem Konto darf monatlich ein durch den Club festgelegter Betrag abgehoben und für den Einkauf von kindgerechten Lebensmitteln verwandt werden. Damit ist für die Leitung des Heimes eine verlässliche, genau kalkulierbare, in den Haushaltsplan einstellbare Unterstützung entstanden. Kontovollmacht und Einkauf liegen in den Händen einer Vertrauensperson, die nicht zum Heim gehört. Durch diese Vertrauensperson wird auch der Einsatz der Lebensmittel in den zu führenden Journalen überprüft. Diese Aufsplittung ist wichtig, um Unfrieden und Misstrauen innerhalb des Heimes zu begrenzen. Es ist gelungen, die Ernährung der Kinder auf eine gesunde Basis zu stellen. Mit den zusätzlichen Geldmitteln erhalten die Kinder u.a. frisches Obst. Bevor erste Gelder nach Rumänien gebracht werden konnten, waren natürlich umfangreiche Absprachen mit dem zuständigen Finanzamt zu führen, um das Verfahren von der steuerlichen Seite her unangreifbar zu machen. Kurios mag anmuten, dass nach Erlass eines Gesetzes zur Verhinderung der Geldwäsche die Inhaberin der Kontovollmacht zwar Geld abheben, aber nicht einzahlen darf. Dank guter Beratung durch die Lionsfreunde in Hermannstadt ist es auch gelungen, das Konto unbeschadet durch das desolate rumänische Bankwesen zu bringen. Einzelmaßnahmen Durch
die permanent unzureichende Ausstattung des Heimes mit finanziellen
Mitteln ist es immer wieder notwendig, durch Einzelmaßnahmen den
Betrieb des Heimes sicherzustellen. So wurden Ersatzteile für Heizung
und Wäscherei hier beschafft und über die zahlreich existierenden
Kurierdienste zuverlässig nach Rumänien gebracht.Überflüssig zu erwähnen, dass für Erhalt und Verbesserung der Infrastruktur kein Geld vorhanden ist. So hat der Lions Club Monschau eine Kinderstation renovieren und kinderfreundlich gestalten lassen. Bei solchen Maßnahmen ist es sehr wichtig, dass man vor Ort Unternehmer findet, die Fachkräfte mit „West-Erfahrung“ beschäftigen. In einem weiteren Schritt konnte die komplette Küche renoviert werden. Eine besondere Herausforderung stellte sich, als es galt, den auch nach rumänischen Maßstäben nicht mehr straßentauglichen Kleinbus zu ersetzen. Der erste Ansatz - ein gebrauchtes Fahrzeug hier zu kaufen und nach Rumänien zu überführen -scheiterte an der Tatsache, dass die Abgasvorschriften der EU auf alle neu in den Verkehr kommenden Fahrzeuge anzuwenden sind. Wer jemals auf Rumäniens Straßen unterwegs war, mag es nicht glauben. Nach ungezählten Telefonaten konnte eine Lösung gefunden werden. Der Lions Club Monschau kaufte in Hermannstadt einen fabrikneuen DACIA Pick up für ca. 7500, -DM. Bis zur notariellen Übergabe war der Club stolzer Besitzer dieses Autos. Die Geschichten, die sich um Kauf und Probefahrt ranken, sprengen den Rahmen dieses Berichtes. Erwähnt sei noch, dass das Auto anstelle des Dacia Emblemes ein großes Lionswappen trägt. Waggon (Treff der Pfadfinder in Lammersdorf) Der Lions Club Monschau unterstützt den "Waggon" der Pfadfinderschaft Maximilian Kolbe in Lammersdorf. So wurde zum Beispiel im Frühjahr 1998 eine neue Heizungsanlage installiert. Diese wurde von den Lions mit 7000.- DM bezuschusst. Neben Lions-Club-Präsident Dr. Eckehard Bach und Bernd Hamacher war insbesondere Architekt Kurt Nellessen in das Vorhaben einbezogen. |
|||||