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Hilfe für Menschen, die nicht auf der Sonnenseite stehen |
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Monschau. "We serve" ('wir dienen') ist der Leitgedanke der Lionsbewegung. Und auch der Lionsclub Monschau
arbeitet gemäß diesem Leitbild und unterstützt diejenigen, die nicht in der Sonne unserer Gesellschaft stehen.
Im Jahre 2008 konnten Projekte auf internatio- naler Ebene und in der Region mit über 24000 Euro gefördert werden. Am Sonntag trafen sich die Mitglieder des Lions- club Monschau im Haus Troistorff in Monschau zum Jahresempfang. Musikalisch umrahmt wurde der Empfang durch den Kammer- musikkreis Simmerath unter der Leitung von Friedhelm Schütz. Ein Netz guter Beziehungen Der Monschauer Lions- club, der 1993 gegründet wurde, versteht sich als Schirmherr vielfältiger sozialer Projekte. Seit nunmehr 16 Jahren schaut der Lionsclub Monschau sehr genau hin, wenn es gilt, sich sozial zu engagieren. Aber auch internationale Projekte fördert der Monschauer Club. |
Im Jahre
2008 wurden drei Projekte auf internationaler Ebene gefördert. In
die zahnmedizinische Ent- wicklungshilfe in Peru flossen 5000 Euro, in das Projekt "Menschen helfen Menschen" in Haiti wurden 500 Euro investiert, und ein Kinderheim in Rumänien wurde mit 1500 Euro gefördert. Sein Haupt- augenmerk legt der Club aber auf die Förderung vor Ort, fast 17 000 Euro wurden in Projekte in der Region gesteckt. Dabei ist das Engagement des Clubs vielfältig. Neben der Förderung der Hochbegabten, der Pfadfinder, der Kinder- gärten und der Vereine sind besonders hervor- zuheben die Unterstütz- ung der Monschauer Tafel (hier übernimmt der Lionsclub die Kosten der Miete für die Räumlichkeiten in Imgen- broich) und die Projekte "Lions Hilfe Postkasten" und "Lions-Quest". Mit dem Projekt Postkasten hilft der Club auf unbürokratische Weise Hilfsbedürftigen der Region. Postkästen hängen an der Antonius- kapelle in Monschau, an der Tafel in Imgenbroich und in Simmerath. |
In diese Kästen kann jeder sein Hilfegesuch für sich oder andere einwerfen.
Die Hilfegesuche werden von einer Arbeitsgruppe des Clubs recherchiert und mit den
zustän- digen Stellen (Sozial- amt/Jugendamt) abge- glichen, bevor man un- bürokratisch Hilfe leisten kann. Da wird dann schon einmal die Versicherungspolice für das Mofa eines hilfsbe dürftigen 60jährigen- übernommen oder einer Mutter für eine Woche ein Auto geliehen, damit sie zum Klinikum fahren und ihrer Tochter, die im Koma liegt, in den letzten Tagen ihres Lebens beistehen kann. Das Projekt "Lions-Quest" ist nach eigenem Bekunden des Clubs das erfolgreichste und beste Projekt in der Clubgeschichte. Es dient der Persönlichkeitsent- wiklung junger Men- schen zwischen zehn und 15 Jahren zur Konfliktbewältigung. Der Lionsclub organisiert und finanziert Seminare an den Schulen des Südkreises, um die Lehrer für die Probleme junger Menschen zu sensibilisieren. |
Ausnahmslos positive Rückmeldungen haben
den Club zu diesem Projekt erreicht. Dass die Projekte wichtig und notwendig sind, dies betonte auch Bürgermeister Theo Steinröx, der seitens der Stadt- und Gemeinde- verwaltung dem Club auch im Namen seines Roetgener Amtskollegen Manfred Eis für sein soziales Engagement dankte. Die vielfältigen Aktivitäten müssen natürlich finanziert werden. Und hier kann der Club neben den vielen Einzelspenden auf drei Standbeine zurück- greifen. Da ist zunächst einmal die Sammlung von Zahngold zu nennen. 14 Zahnärzte der Region von AachenBrand über Roetgen und Simmerath bis Monschau sammeln in ihren Praxen Zahngold. Für den einzelnen Patienten kaum ein Wert, macht es doch in der Summe den stolzen Betrag von über 15 000 Euro aus, der 2008 in die Kasse des Lionsclubs floss. Das zweite Standbein des Clubs ist der Losverkauf und der Stand auf dem Monschauer | Weihnachtsmarkt in der
Vorweihnachtszeit. 10 000 Euro hat der Losverkauf im Jahre 2008 erbracht, und schließlich legt der Lionsclub
einen Adventskalender mit dem Motiv des Hauses Troistorff auf, der in der Vorweihnachtszeit zum Verkauf
angeboten wird und weitere 3000 Euro einbringt.
Arbeit wichtiger denn jeDie Weltwirtschaftskrise führt dazu, dass die Probleme auch in unseren Eifelgemeinden eher zustatt abnehmen. Die Clubmitglieder befürchten, dass sich die Menschen auch hierzulande abschotten und weniger solidarisch sind. Daher sei die Arbeit des Lionsclub wichtiger denn je.. (wm) |